Präsenzaufnahmen & Uploads
Sally kannst du über den reinen Online-Meeting-Fall hinaus einsetzen: Du nimmst Präsenzgespräche direkt über die Sally-App auf oder lädst bestehende Audio- oder Videodateien hoch, um sie transkribieren und analysieren zu lassen. Vertrag, TOMs und Deutschland-Hosting sind identisch. Der Unterschied liegt in der Hinweismechanik: Der automatische Chat-Hinweis und der Opt-out per Chat funktionieren nur, wenn Sally einem Online-Meeting beitritt. Bei Präsenzaufnahmen und Uploads greift dieser Weg nicht, damit wandern einige Pflichten zu dir als Verantwortlichem.
Bei Präsenzaufnahmen und hochgeladenen Dateien kann Sally weder einen Chat-Hinweis posten noch ein opt out per Chat entgegennehmen. Deshalb informierst du als Verantwortlicher die Teilnehmenden vor der Aufnahme und stellst die passende Rechtsgrundlage sicher. Für Uploads gilt das genauso rückblickend für den Zeitpunkt der Ursprungsaufnahme.
Wo AI Act und DSGVO zusammentreffen
Nach Art. 50 EU AI Act muss sichergestellt sein, dass alle Anwesenden wissen, dass ein KI-System zum Einsatz kommt. Nach Art. 6 und ggf. Art. 9 DSGVO brauchst du eine Rechtsgrundlage für die Verarbeitung personenbezogener (und ggf. besonderer) Daten. In Online-Meetings übernimmt die Software den Transparenzhinweis. In Präsenz und bei Uploads kann sie das technisch nicht, weshalb die aufnehmende Person die Pflicht übernimmt.
Was du vor jeder Aufnahme tun solltest
Was Sally technisch macht
- Präsenzaufnahmen werden lokal in der Sally-App erfasst, verschlüsselt übertragen (TLS 1.3) und mit AES-256 in deutschen Rechenzentren verschlüsselt gespeichert. Transkription und Zusammenfassung laufen über Sallys eigenes LLM in Deutschland.
- Uploads gehen über einen verschlüsselten Kanal in dieselbe Infrastruktur. Es gibt keinen externen KI-Anbieter zwischen dir und dem Transkript.
- Speicherfristen richten sich nach deinen Einstellungen in der Sally-App. Rohdaten (Audio, Video), die nur zur Transkription verarbeitet werden, löscht das System nach Abschluss automatisch, sofern du die Aufzeichnung nicht ausdrücklich zum Behalten konfiguriert hast.
Typische Einsatzszenarien
Kundentermine, Workshops, Projekt-Reviews im gleichen Raum. Sally-App einschalten, kurz aufklären, live transkribieren lassen.
Strukturierte Interviews im Research- oder HR-Kontext, wo du sowieso schon Audio mitschneidest. Nur mit klarer Einwilligung, besonders wenn Art.-9-Daten anfallen können.
Bereits vorhandene Aufnahmen, die transkribiert und zusammengefasst werden sollen. Vor dem Upload prüfen, ob die ursprüngliche Einwilligung dazu passt.
Was tabu ist
Sally darf nicht heimlich mitschneiden, nicht zur Leistungs- oder Verhaltenskontrolle eingesetzt werden und darf keine der nach Art. 5 EU AI Act verbotenen Praktiken umsetzen (Emotionserkennung am Arbeitsplatz, biometrische Kategorisierung, biometrische Fernidentifizierung). Jede Aufnahme ist transparent und mit Einwilligung.