Change Management
Jede produktive Änderung an Sally läuft denselben nachvollziehbaren Weg: erfasst, risikobewertet, getestet, im Vier-Augen-Prinzip freigegeben, in einem kontrollierten Fenster ausgerollt, nach Go-Live verifiziert und rückrollbar. Der Prozess orientiert sich an ISO-27001-Kontrolle A.8.32 (Change Management).
Was ein „Change" ist
Backend- und Frontend-Code, Infrastruktur und Cloud-Ressourcen, Datenbanken und Storage, Sicherheits- und Konfigurationskomponenten, Integrationen und Schnittstellen, Deployments und Releases sowie Änderungen an Betriebs- oder Supportprozessen mit technischem Bezug.
Die sieben Grundsätze
Die Release-Kadenz
- Wöchentlicher Rollout jeden Samstag. Das Gesamtsystem wird in einem festen Rhythmus ausgerollt.
- Unterwöchige Fixes und kleine Updates. Fehlerbehebungen und kleinere Anpassungen können zusätzlich unter der Woche deployt werden.
- Off-Hours-Deployment. Unterwöchige Deployments laufen abends oder nachts, um die Auswirkungen im laufenden Betrieb minimal zu halten.
- Kritische Ausnahmen. In sehr kritischen Ausnahmefällen sind Deployments auch außerhalb dieser Zeiten möglich.
Prüfungen vor Go-Live
Jede produktive Änderung durchläuft dieselbe Checkliste:
- Zwei manuelle Funktionstests. Einer durch die Entwicklung, einer durch einen unabhängigen Tester.
- Automatisierte End-to-End-Tests. Kern-Nutzerflüsse sind abgedeckt: Account-Erstellung, Login, Onboarding, Kalenderintegration, Account-Löschung und weitere zentrale Prozesspfade.
- Fachliche und technische Prüfung. Gezielte Sichtung der Änderung im Kontext der betroffenen Komponenten.
Deployment und Verifikation
Deployments laufen über Azure DevOps. Nach Go-Live prüfen wir, dass die betroffenen Funktionen ordnungsgemäß arbeiten, dass keine offensichtlichen Folgefehler auftreten, dass die Plattform stabil und erreichbar bleibt und dass keine sicherheits- oder datenschutzrelevanten Nebenwirkungen sichtbar sind.
Emergency Changes
Sicherheitskritische Fixes, schwere Defekte und akute Produktionsstörungen folgen einem beschleunigten Weg. Der Grundsatz kontrollierter Umsetzung bleibt: Dokumentation, nachgelagerte Prüfung und Freigabebestätigung erfolgen unmittelbar nach dem Emergency Change.